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Mittwoch, 15. Juni 2016
Reims 8. Juni 2016
Nun sass ich quasi in Reims fest, hatte aber gluecklicherweise eine Tramhaltestelle in auch mit Kruecken erlaufbarer Naehe. Ein Stadtbummel im der Tram hat was fuer sich. Der Oeffentliche Nahverkehr in Reims besteht hauptsaechlich aus Bussen und einer Tramlinie die ansheinend einmal quer durch die Stadt fuehrt. In der Naehe des CIS teilt sie sich auf, eine Tram hat die Endhaltestelle "Klinik Debra", die andere endet am Gare TGV Champagne-Ardenne.
Also habe ich dann mal die Tramlinie in die vom Gare wegfuehrende Richtung ausprobiert, bin einfach bis zur Endhaltestelle mitgefahren. Es gibt Fahrscheine fuer eine oder zwei Stunden und laut Auskunft der Rezeption darf ich innerhalb der Zeit auch die Richtung wechseln. Dann gibt es auch Tageskarten. interessant finde ich, dass die Fahrscheine bis zu viermal wiederaufladbar sind und wenn ich es richtig gesehen habe die Fahrt im Wiederauflademodus sogar weniger kostet. Da ich beim ersten Kauf zu wenig Muenzen hatte habe ich prblemlos mit EC gezahlt.
Unterwegs sah ich auf der linken Seite eine Kirche und nahm mir vor dort auf dem Heimweg auszusteigen. Die Vororte wirkten teilweise Ghettomaessig. Auflockerung gab es durch grosse farbige Blumentoepfe die sowohl an einigen Haeusern ais auch an einem Parkhaus jeweils innerhalb der Fassaden integriert waren. An der Endhaltestelle brauchte ich nicht mal die Bahn verlassen, sie fuhr wieder in die von mir gewuenscht Richtung.
An der Kirche stieg ich aus. Die Umgebung hat einen kleinstaedtischen Touch der mir gefaellt. Der Chocolatier auf der anderen Strassenseite hat wie ich feststellen werde leider geschlossen.
Die Kirche ist dem heiligen Thomas gewidmet. Das Kirchenschiff wird vom gemalten Kreuzweg dominiert. Der zentrale Altar birgt alle zwoelf Apostel, im Zentrum Maria und Josef, zwischen ihnen das Jesuskind im Schulalter. Im linken Kreuz der Kirche zentral ein Marienaltar, zwischen Hauptaltar und Marienaltar die Statue der Hl. Therese ( von Lisieux, denke ich ). Im rechten Kreuz der Kirche an der Wand ein Bild eines Lokalen Maertyrers aus der Hitlerzeit und dort zentral eine kniende Steinstatue, deren BGedeutung sich mir entzieht. Die Fenster ebenso unterschiedlich von Alter und Gestaltung wie ich es schon in der Kathedrale beobachten konnte.

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Reims 7. Juni 2016
Was konnte ich in Reims auf Kruecken anstellen und was war notwendig?
Notwendig war es Lebensmittel einzukaufen, damit ich in der im CIS vorhandenen Kueche selber kochen konnte um meine Kosten moeglichst niedrig zu halten.
So dachte ich es sei eine gute Idee die Kathedrale zu besichtigen und auf dem Rueckweg nicht nur Lebensmittel sondern auch die empfohlenen Socken einzukaufen. Auf dem Hinweg, noch in der Naehe des CIS kam mir Kitty, eine Pilgerin die ich bereits aus Anhee kannte entgegen. Sie fragte nach meinem Fuss und sagte, dass sie im CIS uebernachten werde und lud mich zum Abendessen, das sie kochen wollte ein.
Ich ging dann weiter zur Kathedrale. Innen gibt es viel zu sehen. Die Glasarbeiten sind eindrucksvoll. Alte Fensterfronten, neuere, ganz Neue. Die beruehmte Rosette der Hauptfassade, zwischen den Tuermen ist leider durch Bauarbeiten verdeckt.
Die um den Hauptaltar gruppierten Kapellen haben unterschiedliche neue Glasfenster in unterschiedlichen Stilen. Eine der Kapellen ist der Verehrung von Johanna von Orleans gewidmet. Eine andere dem Heiligen Josef.
Am meisten Eindruck hat bei mir die Kapelle mit den Fenstern von Marc Chagall hinterlassen.
Dass drei der Kapellen mit Fenstern der Versoehnung ausgestattet sind war mir vorher nicht bekannt, ebensowenig wie die Tatsache, dass die Schaeden an der Kathedrale aus dem ersten Weltkrieg stammten.
Viel gesessen habe ich nicht in der Kathedrale, es gab viel zu sehen und zu photographieren. Waehrend ich noch darin war ging ein heftiges Gewiter ueber Reims nieder und ich war froh unter Dach und Fach zu sein.
Gegen Ende meines Besuchs der Kathedrale traf ich dann die Dame vom acceuil de pelerin an und informierte sie ueber meine Neuigkeiten. Sie wuenscht mir alles gute.
Auf dem Rueckweg zur Unterkunft hoffte ich vor H&M eine Moeglichkeit zu finden Socken zu kaufen um dann mit der Tram zu fahren. Der Sportschuhladen hatte dicke Frotteesocken zu bieten, ob die Bedienung im Damenschuhgeschaeft verstanden hat, was ich wollte kann ich auf Grund der Sprachbarriere nicht genau sagen. Sie verwies mich aufs LaFayette, bin hineingegangen und konnte keine Hinweise auf Socken erkennen, nur auf hochpreisige Waren. Also bin ich zum naechsten Ausgang wieder hinaus. Da bleib H&M als Anlaufpunkt. Dort wurde ich fuendig, Damensocken gab es nur als Sneakersocken so wurde es ein fuenferpack Herrensocken, lang genug dass alle Haut unter der Orthese davon bedeckt wird.
Nun noch bei Carrefour City rein, was zu essen und ja auch was zu trinken - ich war zu lange unterwegs und hatte kein Wasser mitgenommen - kaufen. Es sieht schon wieder regnerisch aus. Dass ich noch eine Station die Tram haette nehmen koennen hatte ich da nicht auf dem Schirm.
Ich begegnete erneut Kitty, die vom Einkaufen kam und mir anbot meine Einkaeufe heimzutragen. Das Angebot nahm ich gerne an. Sie meinte noch so wuerd nur eine von uns nass.
Tatsaehlich bekam ich vom zweiten Gewitter Regen ab wurde aber nicht voellig durchnaesst.
Habe micºh dann ausgeeruht und spaeter mit Kitty zu Abend gegessen. Von Ihr habe ich gelernt: Hab eine gutschliessende "Tupperbox" im Rucksack dann kannst du fuer zweimal kochen und nimmst den Rest mit auf den Weg. Und es gibt einen Internetladen namens Campz der guenstige Outdoorartikel (Ultraleichtzelt, z.b.) im Programm hat.
So, es wird Zeit mich ums essen zu kuemmern, bald mehr.

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